Unterstützt wurde die Demonstration auch vom Integrationsbeirat der Stadt. Menschen mit Einschränkungen machten auf ihr Recht auf gesellschaftliche und berufliche Teilhabe deutlich.
Als Vertreterin der Beschäftigten des Klinikums Fürth attackierte Anita Zwirner scharf in ihrer Rede die sogenannte Gesundheitsreform, von der die kommunalen Klinik stark betroffen wäre:
"Gefühlt werden jetzt alle Anstrengungen der letzten Jahre wieder in die Tonne getreten.
Wir müssen uns wehren: für unsere Patienten, für die Beschäftigten für eine menschenwürdige Gesundheitsversorgung".
Dem Fürther Klinikum würden künftig 20 Millionen Euro fehlen. Dabei müssten zur Entlastung dringend weitere Arbeitskräfte eingestellt werden. Die Beschäftigten weisen seit Jahren darauf hin dass der Pflegenotstand Menschenleben kostet.
Dass auch Psychotherapie Leben rettet, darauf machten Mitglieder eines Aktionsbündnisses Psychotherapie aufmerksam. Gegen Kürzungen in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe wandten sich Beschäftigte und der Betriebsrat des Kinder- & Jugendhilfezentrums Fürth.
Klare Worte zum Erstarken der AFD fanden die Rednerinnen des Fürther Bündnisses: „Natürlich kann man nicht alles mit Sozialkürzungen erklären. Aber wenn Menschen jeden Tag mehr Unsicherheit erleben, wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Sorgen niemanden interessiert und wenn dann gleichzeitig bei ihnen gekürzt wird, dann darf man sich wundern, dass sie rechtsextrem wählen, aber nicht, warum sie wütend sind.“
Ähnlich brachte es auch Anja Schmailzl vom Fürther Bündnis gegen Rechts auf den Punkt: „Der wirksamste Antifaschismus ist deshalb nicht nur ein Nein zur AfD. Er ist ein klares Ja zu einer solidarischen Gesellschaft, in der niemand Angst haben muss, morgen die Miete oder die Rechnung nicht bezahlen zu können. Und deshalb gehen wir weiter auf die Straße.“
Am 26. September sind alle Bürgerinnen und Bürger der Metropolregion aufgerufen, sich an der Demonstration gegen Sozialabbau zu beteiligen. Der Demozug des Bündnisses #UNKÜRZBAR startet mit einem Auftakt um 9:30 am Klinikum Nord in Nürnberg.